| Audi A8: eingeholt, nicht überholt |
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| Montag, den 22. Februar 2010 um 11:12 Uhr |
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In Audis neuer Oberklasse finden sich einige elektronische Helfer, die es bisher nur bei der Konkurrenz gab. Aber als Hybrid gibt es den A8 noch nicht. Die Lage ist ein bisschen kompliziert. Ausgerechnet mitten in der Wirtschaftskrise muss Audi die neue Ausgabe seines Oberklassemodells A8 präsentieren. Ab März wird es bei den Händlern stehen. Und nötig war es, denn das Vorgängermodell hatte zum Ende seiner Bauzeit technisch den Anschluss an die Konkurrenz verloren.Speziell auf dem Gebiet der Komfort- und Sicherheitselektronik konnte der Audi A8 einiges nicht bieten, mit dem die Mitbewerber warben. Gleichzeitig drückte von unten ein gewachsener A6, der wankelmütigen A8-Interessenten auf einmal als Alternative erscheinen konnte. Mit dem neuen Audi A8 stellen die Ingolstädter jetzt zumindest intern den Abstand zur mittleren Dienstwagenebene wieder her. Der neue A8 liegt mit einer Länge von 5,13 Metern und einer Breite von 1,97 Metern auf dem Niveau der Mercedes S-Klasse der Kohlära. Doch im Gegensatz zu damals fällt die Größe des A8 weniger auf. Denn Audi hat die Wuchtigkeit in einem ansprechenden, aber auch äußerst dezenten Design verpackt – wer negativer urteilt, könnte von „unscheinbar“ sprechen. Aus einiger Entfernung ist es daher durchaus möglich, das neue Spitzenmodell mit einem A4 zu verwechseln. In Sachen Elektronik hat der neue A8 die Konkurrenz von BMW und Mercedes zwar nicht über-, aber zumindest eingeholt: Unter anderem Tot-Winkel-Assistent, abstandsgeregelter Tempomat und ein Nachtsichtgerät sind für Audis neue Oberklasse erhältlich. Alles ist einfach zu bedienen und sorgt für ein kommodes Fahrgefühl. Besonders die Funktion des Tempomaten mit radarunterstützter Abstandskorrektur lernt man auf Autobahnetappen schnell zu schätzen. Denn sobald ein anderes Fahrzeug vor dem Audi einschert, bremst das Auto selbstständig auf Sicherheitsabstand ab. Ist die Fahrt wieder frei, beschleunigt der Audi wieder auf die vorher gewählte Geschwindigkeit. Allerdings: In der Oberklasse gehört die Funktion inzwischen zum Standard. Selbst kleinere Fahrzeuge werden mehr und mehr damit bestückt. Was die Motoren angeht, hat Audi bereits Bekanntes weiterentwickelt. Allerdings hat ausgerechnet der zum Marktstart einzig lieferbare Benziner, ein 4,2-Liter-V8-Motor mit Direkteinspritzung etwas Mühe mit dem knapp zwei Tonnen schweren Auto. Auch, wenn man das bei 372 PS nicht glauben mag. Gekoppelt mit einer elektronisch gesteuerten Achtgangautomatik hat der Motor speziell im unteren Drehzahlbereich so seine Arbeit mit dem A8. Folge ist, dass die Automatik häufig zurückschalten muss, was zwar ruckfrei passiert, aber durch das Hochdrehen des Motors deutlich hörbar ist. 9,5 Liter beträgt der Normverbrauch mit Benziner. Insgesamt ist der neue A8 damit ein Wagen, der sich gegenüber BMW Siebener und Mercedes-S-Klasse in keiner Hinsicht verstecken muss. Aber „Vorsprung durch Technik“ ist ja Audis Markenslogan. Und so lässt sich nur sagen: Den Rückstand gegenüber den anderen hat der A8 aufgeholt. Aber überholen kann er sie zur Zeit nicht. |

